Johanna wuchs in Rumänien auf und hielt sich lange Zeit schlicht für deutsch, bis das Tragen der traditionellen Tracht ihr ein neues Bewusstsein für ihre spezifische Identität als Siebenbürger Sächsin gab. Nach der Schule stand sie vor der Wahl, nach Deutschland auszuwandern oder in der Heimat zu bleiben – sie entschied sich bewusst für das Bleiben, um die Kultur und Traditionen vor Ort lebendig zu halten. Durch den Austausch mit anderen europäischen Minderheiten (via YEN/JEV) erkannte sie schließlich, dass sie mit ihren Fragen zur Zugehörigkeit nicht allein ist. Heute sagt sie selbstbewusst: Ich bin Siebenbürger Sächsin, nicht einfach nur Deutsche.