Matthäus‘ Herz schlägt für Sinto und Kiel

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Matthäus Weiß stärkt in Kiel mit Erinnerung, Romanes und konkreter Beratung seine Community – für Anerkennung, Zusammenhalt und Zukunft.

Matthäus Weiß wurde in Kiel geboren und fand früh seine Stimme: 1979, bei einem Seminar am Hans-Geiger-Gymnasium, wies er abwertende Fremdbezeichnungen zurück und setzte sich für die Selbstbezeichnung Sinti ein. Heute leitet er als Landesvorsitzender in Schleswig-Holstein die Arbeit für Sinti und Roma. In seinem Büro in Kiel kommen Menschen mit Fragen zu Arbeit, Behörden, Schule und Sozialem zusammen – hier wird zugehört, übersetzt, begleitet und ganz praktisch geholfen.

Geprägt ist sein Engagement von der Familiengeschichte: Seine Mutter überlebte das Konzentrationslager, viele Angehörige wurden ermordet. Aus dieser Erinnerung erwächst sein Antrieb, seit 1979 Strukturen aufzubauen, die schützen und stärken. Mit Partnerinnen und Partnern entstanden Projekte wie die Siedlung Maro Temm und 2012 fand die Anerkennung der Sinti und Roma Eingang in die Landesverfassung. Vieles ist erreicht, doch die Arbeit geht weiter.