Von der Last zum Frieden: Wie der Senegal Julens baskische Identität heilte

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Für Julen fühlte sich das Baskisch-Sein lange wie ein schwerer, politischer Kampf an. Erst die Begegnung mit einer kleinen Minderheit im Senegal zeigte ihm, dass Spracharbeit auch Freude bringen kann.

Julen wuchs in Navarra auf und besuchte eine baskische Schule (Ikastola), doch als junger Erwachsener empfand er seine Identität zunehmend als schmerzhafte Last und ständigen Kampf gegen das Verschwinden. Er distanzierte sich emotional davon, bis eine Reise in den Senegal alles veränderte: Dort unterstützte er das Volk der Bedik dabei, ein Buch in ihrer Sprache zu veröffentlichen. Diese Erfahrung lehrte ihn, dass der Einsatz für bedrohte Sprachen nicht nur Kampf, sondern auch Freude bedeuten kann. Heute, als Dozent für Baskisch in Havanna, hat er Frieden mit seinen Wurzeln geschlossen und den Kreis seiner Identität vollendet.