Kuns Weg zur sorbischen Minderheit war alles andere als direkt: Aufgewachsen in den Niederlanden, entdeckte er seine Leidenschaft für zweisprachige Regionen erst während seines Slawistikstudiums und auf Reisen nach Russland und Spanien. Diese Faszination führte ihn zurück nach Deutschland, wo er fließend Ober- und Niedersorbisch lernte. Heute lebt er in Cottbus und arbeitet als Lehrer und Journalist für den niedersorbischen Rundfunk. Seine Geschichte beweist eindrucksvoll, dass man nicht in eine Minderheit hineingeboren werden muss, um ein wesentlicher Teil von ihr zu werden und sich aktiv für ihre Revitalisierung einzusetzen.