Über das Projekt

Who We Are ist eine digitale, interaktive Ausstellung, die autochthonen Minderheiten eine Bühne gibt. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die im deutsch-dänisch-friesischen Grenzland und in anderen Regionen Europas leben – mit ihren Sprachen, Geschichten, Erinnerungen, Brüchen und Stärken. Viele von ihnen gehören seit Generationen zu Minderheiten, kommen in der öffentlichen Wahrnehmung aber nur am Rand vor. Mit Who We Are entsteht ein Ort, an dem sie sich selbst vorstellen können: in kurzen Videoporträts, Fotos, Texten und Audiobeiträgen, die ihre Sicht auf Identität, Zugehörigkeit, Alltag und Kultur zeigen.

 

Getragen wird das Projekt vom Minderheiten-Kompetenz-Netzwerk Schleswig-Holstein / Süddänemark e. V. (MKN), einem gemeinnützigen Verein mit Sitz im deutsch-dänisch-friesischen Grenzland. Das Netzwerk bringt Organisationen der deutschen, dänischen, friesischen Minderheiten und der Sinti und Roma sowie Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Kommunen und Regionen zusammen. Gemeinsam arbeiten sie daran, Erfahrungen aus Minderheiten- und Mehrheitsgesellschaften sichtbar zu machen, neue Formen des Austauschs zu entwickeln und die Grenzregion als Lern- und Begegnungsraum zu öffnen.

 

Auf der Online-Plattform von Who We Are können Minderheitenangehörige eigene Beiträge einreichen – etwa Selfie-Videos, Kurzgeschichten, Fotos mit Text oder andere mediale Formen. Eine interaktive Karte, die sogenannte Story-Map, verortet diese Geschichten geografisch und macht sichtbar, wie vielfältig Minderheitenrealität über Ländergrenzen hinweg ist. Ergänzt wird die digitale Ausstellung durch professionell produzierte Videodokumentationen und eine Podcastreihe, die einzelne Themen vertiefen und Menschen aus unterschiedlichen Minderheiten miteinander ins Gespräch bringen. So entsteht nach und nach ein wachsendes Archiv, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Nähe schafft.

Who We Are lebt vom Mitmachen. Die Plattform ist offen für neue Stimmen, neue Perspektiven und neue Geschichten. Wer selbst Teil einer Minderheit ist oder sich mit einer Minderheit verbunden fühlt, ist eingeladen, einen eigenen Beitrag hochzuladen und die Ausstellung mitzugestalten – mit einem Video, einem Foto, einem Text oder in einer ganz eigenen Form.

 

Parallel zur digitalen Plattform wird eine analoge, modulare Ausstellung aufgebaut, die Inhalte von Who We Are auf Roll-Ups und anderen Elementen zeigt und über QR-Codes direkt mit der Online-Ausstellung verknüpft ist. Sie kann in Museen, Schulen, Konferenzzentren, Kulturhäusern oder bei Veranstaltungen eingesetzt werden und schlägt so die Brücke zwischen Bildschirm und Begegnungsraum. Wer die analoge Ausstellung zu sich holen möchte – für eine Veranstaltung, für seine Ausstellungsräume, ein Bildungsangebot oder ein eigenes Projekt – kann sich gerne melden unter moin@who-we-are.org.

 

Das Projekt wurde vom Bundesministerium des Innern auf Beschluss des Deutschen Bundestages gefördert.